Hochglanz
Historische Fassade eines Schweizer Grandhotels mit Turmarchitektur vor Bergpanorama, Abendlicht
Hochglanz · Ausgabe 2026

Vier Namen, ein gemeinsamer Nenner: Palace.

Badrutt's Palace, das Montreux Palace, der Gstaad Palace — auffallend viele Schweizer Luxusorte tragen buchstäblich "Palace" im Namen ihres Grandhotels. Dieser Führer erzählt die geprüfte Geschichte dahinter: wer diese Häuser baute, warum, und was einen Ort tatsächlich zum Luxusziel macht — nicht Bahnfahrten oder Seerouten, sondern Hotelgeschichte, Preisklassen und Stimmung.

1864Johannes Badrutts Wette, die den Winter-Alpentourismus begründete
1906Eröffnung des Montreux Palace nach 18 Monaten Bauzeit
5.Generation der Familie Badrutt führt ihr Hotel bis heute
Die vier Orte

Vier Luxusorte, vier ganz unterschiedliche Gründungsgeschichten

Ein Bergdorf, ein Seebad, ein zweigeteiltes Bödeli und ein alpines Wintersportziel — keiner dieser Orte wurde zufällig berühmt, jeder hat eine konkrete Hotel- oder Pioniergeschichte dahinter.

Turmfassade von Badrutt's Palace Hotel in St. Moritz vor dem zugefrorenen St. Moritzersee

St. Moritz

Johannes Badrutts Wette von 1864 mit englischen Sommergästen begründete den alpinen Wintertourismus — sein Sohn Caspar eröffnete Badrutt's Palace 1896, bis heute in Familienbesitz, fünfte Generation.

Seit 1864Zweimal Olympia-Gastgeber
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Belle-Époque-Fassade des Montreux Palace an der Genfersee-Uferpromenade

Montreux

1906 in nur 18 Monaten von Architekt Eugène Jost erbaut — das Montreux Palace war für seine Zeit hochmodern: Zentralheizung, Elektrizität und private Bäder mit Warmwasser in jedem Zimmer.

Belle ÉpoqueMildes Mikroklima
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Kuppelbekrönte Fassade des Victoria-Jungfrau Grand Hotels in Interlaken mit Blick auf die Jungfrau

Interlaken

1865 eröffnete der 22-jährige Eduard Ruchti sein neu gebautes Hotel Victoria — 1899 mit dem Nachbarhotel Jungfrau durch einen kuppelbekrönten Mitteltrakt verbunden, damals mit Telefon und hydraulischem Lift ausgestattet.

Seit 1865Abenteuer-Basislager
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Autofreie Dorfstrasse von Zermatt mit Blick auf das Matterhorn

Zermatt

Seit der ersten, tragisch endenden Matterhorn-Besteigung 1865 ein Ziel für Alpinisten — das Dorf blieb weitgehend autofrei und erlaubt bis heute nur Elektrofahrzeuge im Ortskern.

Autofrei4.478 m Matterhorn
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Das Hotelregister

1000 Hotels zwischen Genfersee und Engadin

Neben den vier grossen Adressen führt Hochglanz ein Register von 1000 weiteren Schweizer Hotels, vom Stadthaus bis zum Berghotel. Filtern Sie nach Region, Sternen und Ausstattung, blättern Sie als Register oder Kontaktbogen und buchen Sie direkt beim Haus.

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Der Glanz-Kompass

Welcher Ort passt zu welcher Stimmung?

Eine redaktionelle Einordnung dieses Führers, keine Messgrösse: die waagrechte Achse zeigt diskret bis gesellig, die senkrechte klassisch bis sportlich-modern. Klicken Sie einen Punkt an.

Klassisch Sportlich Diskret Gesellig St. Moritz Montreux Interlaken Zermatt

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Warum so viele Hotels "Palace" heissen.

"Palace" war um 1900 kein Marketingwort, sondern eine damals neue Hotelkategorie: riesige, eigens für zahlungskräftige Reisende gebaute Neubauten mit technischen Neuheiten wie Zentralheizung, elektrischem Licht und privaten Bädern — ein deutlicher Sprung gegenüber den kleineren Pensionen und Gasthöfen, aus denen viele von ihnen entstanden. Mehr dazu auf der Seite zur Grand-Hotel-Geschichte.

Bevor Sie planen

Vier Dinge, die für alle vier Orte gelten

CHF 600+Realistischer Einstiegspreis pro Nacht in der Hauptsaison bei den genannten Häusern
2 SaisonsWinter- und Sommerhauptsaison mit eigenen Preisspitzen — Zwischensaison deutlich günstiger
Früh buchenDie genannten Häuser sind zu Feiertagen und Festivalterminen oft Monate im Voraus ausgebucht
140 / 112Rega-Nothilfe (Berge) / allgemeiner Euronotruf

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