Belle-Époque-Fassaden direkt an der Uferpromenade, in einem der mildesten Mikroklimas der Schweiz.
Die Hoteliers Alexandre Emery und Ami Chessex beauftragten 1906 den Architekten Eugène Jost, der zuvor an der École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris studiert hatte, mit dem Neubau. Jost errichtete das Montreux Palace in nur 18 Monaten; es eröffnete am 19. März 1906. Die Fassade orientiert sich an der Pariser Belle-Époque-Architektur, mit Einflüssen aus maurischer und Renaissance-Revival-Formensprache — ein bewusst mondäner Kontrast zu den schlichteren Bergchalets der übrigen Schweiz.

Das neue Palace galt 1906 als technisch fortschrittlich: Zentralheizung, elektrisches Licht und private Badezimmer mit fliessend warmem Wasser waren damals keine Selbstverständlichkeit. In den "Art Nouveau"- und "Neo-Barock"-Sälen des Hauses fanden aufwendige Gesellschaftsanlässe statt, darunter sogenannte "Venezianische Nächte" und Maskenbälle.
Montreux liegt in einer nach Süden geöffneten Bucht des Genfersees, geschützt durch die umliegenden Berge — ein Mikroklima, das milder ist als anderswo in der Schweiz und entlang der Uferpromenade sogar Palmen, Zedern und mediterrane Pflanzen gedeihen lässt. Dieses Klima, zusammen mit der langen Flaniermeile am See, gibt Montreux seinen geselligeren, städtischeren Charakter im Vergleich zum zurückhaltenderen St. Moritz.
Frühling und Frühsommer (April bis Juni) zeigen die Uferpromenade in voller Blüte bei noch moderaten Preisen. Der Hochsommer bringt die grössten Besucherzahlen, unter anderem wegen internationaler Musikveranstaltungen in der Region; wer es ruhiger mag, plant ausserhalb der Ferienwochen.
Ein Doppelzimmer im Montreux Palace liegt in der Hauptsaison realistisch bei CHF 500 bis 700 pro Nacht; einfachere Hotels entlang der Uferpromenade sind ab rund CHF 180 zu finden. Zimmer mit Seeblick sind deutlich teurer als strassenseitige Zimmer.