Hochglanz

Start / Interlaken

Interlaken

Berner Oberland
Belebt & sportlich

Zwischen zwei Seen gelegen und heute das belebteste, sportlichste der vier Ziele in diesem Führer.

1856Ruchti kauft die Pension Victoria
1865Hotel Victoria eröffnet
1899Kuppel verbindet zu Victoria-Jungfrau
Kuppelbekrönte Fassade des Victoria-Jungfrau Grand Hotels in Interlaken mit der Jungfrau im Hintergrund

Vom Pfarrhaus zum Grandhotel

1856 kaufte der damals 22-jährige Hotelpionier Eduard Ruchti die "Pension Victoria", zuvor ein Arztwohnhaus. Acht Jahre später beauftragte er die Architekten Friedrich Studer und Horace Edouard Davinet mit einem kompletten Neubau; nach nur neun Monaten Bauzeit eröffnete das neue Hotel Victoria 1865.

Eleganter Spa-Bereich mit grossen Fenstern und Bergblick in einem Grandhotel in Interlaken

Zwei Häuser werden eins

1895 wandelte Ruchti sein Privatunternehmen in eine Aktiengesellschaft um und erwarb das benachbarte Hotel Jungfrau, das Davinet bereits 1864 erbaut hatte. 1899 verband ein kuppelbekrönter Mitteltrakt beide Gebäude zu einer gemeinsamen Fassade — daher der bis heute gültige Name Victoria-Jungfrau. Zu den damaligen Neuheiten zählten ein Telefonsystem, ein hydraulischer Lift und elektrisches Licht in jedem Zimmer, was rasch eine wohlhabende internationale Gästeschaft anzog, darunter Königshäuser, Schriftsteller und Wissenschaftler.

Warum Interlaken das sportlichste der vier Ziele ist

Anders als das eher ruhige St. Moritz oder das flanierfreundliche Montreux hat sich Interlaken seit den 1990er-Jahren zu einem Zentrum für Abenteuersport entwickelt: Fallschirmspringen über dem Tal, Canyoning in den umliegenden Schluchten und der direkte Zugang zu Gletscherregionen über die Jungfraubahn machen den Ort tagsüber deutlich belebter und jünger im Publikum als die übrigen drei Orte in diesem Führer — auch wenn die Victoria-Jungfrau selbst weiterhin die klassische Grandhotel-Ruhe bewahrt.

Praktisch für Ihre Reise

Beste Reisezeit

Sommer (Juni bis September) ist Hochsaison für Bergtouren und Abenteuersport, mit den höchsten Preisen und den meisten Tagesgästen. Winter bietet ruhigere Strassen und Zugang zu den umliegenden Skigebieten, bei spürbar tieferen Zimmerpreisen als im Sommer.

Preisklasse

Ein Doppelzimmer in der Victoria-Jungfrau liegt in der Sommerhochsaison realistisch bei CHF 550 bis 800 pro Nacht; im Ortszentrum gibt es auch einfachere Hotels und Hostels ab rund CHF 120, was Interlaken insgesamt zugänglicher macht als St. Moritz oder Montreux.