Ein autofreies Bergdorf am Fuss des Matterhorns, seit 1865 Ziel für Alpinisten.
Der Hotelier Alexander Seiler eröffnete 1855 das Monte Rosa Hotel in Zermatt und wurde zur zentralen Figur der frühen alpinen Erschliessung des Ortes — seine Familie prägte über Generationen die Zermatter Hotellerie und gründete mehrere der bis heute bestehenden Häuser, darunter das Mont Cervin. Seilers Gäste waren überwiegend britische Alpinisten, die das noch unbestiegene Matterhorn als letzte grosse Herausforderung der Alpen betrachteten.

Am 14. Juli 1865 erreichte eine siebenköpfige Gruppe unter Edward Whymper als erste den 4.478 Meter hohen Gipfel des Matterhorns. Beim Abstieg stürzten vier der sieben Bergsteiger — Lord Francis Douglas, Charles Hudson, Douglas Hadow und der Bergführer Michel Croz — tödlich ab, eines der bekanntesten Unglücke der Alpingeschichte. Der Erfolg der Erstbesteigung machte Zermatt trotz der Tragödie über Nacht zu einem international bekannten Bergsteigerziel.
Zermatt erlaubt im Ortskern seit Langem nur Elektrofahrzeuge, elektrische Taxis und Pferdekutschen — private Verbrennerfahrzeuge bleiben aussen vor Täsch stehen, von wo eine Zahnradbahn ins Dorf führt. 1898 eröffnete zudem die Gornergratbahn, eine der höchstgelegenen offenen Zahnradbahnen Europas, die bis heute Besucher zu einem der bekanntesten Matterhorn-Ausblicke bringt.
Die Wintersaison (Dezember bis April) ist Hauptsaison für Skifahren mit entsprechend hohen Preisen; der Sommer (Juli bis September) bietet Hochgebirgswandern und ruhigere, aber immer noch deutlich besetzte Strassen im Ortskern.
Ein Doppelzimmer im Mont Cervin Palace liegt in der Hauptsaison realistisch bei CHF 700 bis 1.000 pro Nacht; einfachere Berghotels und Gasthäuser im Ort beginnen bei rund CHF 200. Da Zermatt nur per Bahn erreichbar ist, sollten Gepäcktransfer und Anschlusszug in Täsch mitgeplant werden.